Boys don´t cry

Die hübsche Teena Brandon liebt Frauen und möchte leben wie ein Mann. Sie nimmt eine neue Identität an und nennt sich fortan Brandon.

Auszeichnungen

Kimberly Peirce, als Regisseurin, ließ den Film „Boys don´t cry“ am 31. März 2000 erstmals in den Kinos der Vereinigten Staaten abspielen. Er wurde mit einem Oscar und dem Golden Globe Award für die beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet.

Inhalt

Boys don´t cry beruht auf einer wahren Geschichte, die sich in Nebraska ereignet hat. Teena Brandon (Hilary Swank) ist ein junges Mädchen, das auf der Suche nach sich selbst ist. Sie schneidet sich die Haare kurz, stopft Polster in ihren Schritt und nennt sich Brandon Teena. Er gehört zu den transsexuellen Menschen und identifiziert sich nicht mit seinem biologischen Geschlecht.

Brandon haut aus seinem Heimatort Lincoln in Nebraska ab. In einer Kneipe trifft er auf die beiden Ex-Sträflinge John Lotter (Peter Sarsgaard) und Tom Nissen (Brendan Sexton III), sowie Candace (Alicia Goranson), die ihn aus einer misslichen Situation retten und nach Falls City mitnehmen. Die Bewohner von Falls City haben vielleicht schon einmal von Schwulen, Lesben, Transsexuellen und Menschen wie Brandon gehört, aber Kontakt haben sie nicht mit diesen Menschen und wollen auch keinen mit ihnen haben.

Er lernt Lana (Chloë Sevigny) kennen, sie verliebt sich in ihn, und er entwickelt auch Gefühle für sie. Als die beiden das erste Mal Sex miteinander haben, versteht es Brandon geschickt, seine wahre Physis vor Lana zu verbergen. Die jungen Erwachsenen vertreiben sich die Zeit außerdem mit Autorennen, Mutproben und kleinen Diebstählen.

Zur Katastrophe kommt es, als durch eine Anzeige die wahre Identität Brandons offenbart wird. So freundschaftlich, wie Brandon anfangs aufgenommen wird, so brutal reagiert diese Gemeinschaft, als seine physische Identität offenbart wird. Abweisung und absolutes Unverständnis fällt auf die junge Frau zurück, die ein Mann sein will. Er wird als Lesbe und Verbrecher beschimpft. Der Film schildert plastisch und in seiner ganzen Dramaturgie überzeugend die engstirnige Mentalität einer Gemeinschaft. Für sie ist Fremdes, in welcher Art auch immer, eine Bedrohung. Dabei könnte eine Hormonbehandlung mit nachfolgender Operation dieses Problem lösen. Doch für die Bewohner gehören Vergewaltigung und Mord zu den ungeschriebenen Gesetzen der Rache und Ausmerzung. Brandon als eindringender „Fremdkörper” erfährt diese Einstellung der Gemeinde am eigenen Leibe.

Fazit

Kimberly Peirces Film sagt viel über die Mentalität und Atmosphäre eines Teils der amerikanischen Bevölkerung aus. Durch die überzeugende Schilderung des Einzelschicksals bleibt der Film noch lange in Gedächtnis und Herz bestehen.


© Pixabay

© Filmspiegel – http://www.filmspiegel.de/filme/filme.php?id=541

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